HBS Inside

HBS Medien- und Markenstudie 2017 erschienen

14.12.2016

Finanzbranche nutzt alle Kommunikationskanäle

Die Finanzbranche berücksichtigt bei der Lektüre von Tageszeitungen und Fachzeitschriften noch immer vorwiegend die Printausgabe. Die Verlage sind jedoch gefordert, ihre Nutzer über mehrere Kanäle zu versorgen. Das ergab die diesjährige Befragung von 793 Finanzdienstleistern und institutionellen Investoren im Rahmen der vierzehnten Medien- und Markenstudie der Kommunikationsagentur HBS International. 

In der neuen Auflage der HBS Medien- und Markenstudie für 2017 wurden insgesamt elf Berufsgruppen der Finanzbranche zu ihrem Mediennutzungsverhalten und ihrer Markenwahrnehmung interviewt. Über alle Befragungsgruppen hinweg gaben 57% an, ausschließlich die klassische Druckversion eines Fachmagazins zu nutzen. 33% kombinieren die Printlektüre mit dem Onlineangebot der jeweiligen Publikation und 10% informieren sich online. Bei Tageszeitungen ist die Onlinenutzung bereits etablierter. Über alle Gruppen hinweg nutzen 43% nur die gedruckte Tageszeitung, 40% kombinieren Print mit Online und 17% informieren sich online. 

Social Media auch für beruflichen Zweck genutzt

Knapp 30% der institutionellen Investoren (Dachfondsmanager, Depot-A-Manager, Family Offices, Versicherungen, VAG-Investoren, Corporates und Stiftungen) nutzen Social Networks für berufliche Zwecke, während dies über die verschiedenen  Finanzdienstleister (Anlageberater in Genossenschaftsbanken und Sparkassen, Anlageberater in Privatbanken, Finanzberater und Versicherungsvermittler) hinweg im Schnitt nur 20% tun. Social-Media-Instrumente wie Blogs, Foren und RSS werden von 30% der institutionellen Investoren und 10% der Finanzdienstleister beruflich eingesetzt.  Der Anteil derer, die angaben, Apps für den beruflichen Zweck zu nutzen, beträgt über alle Befragungsgruppen hinweg knapp 40%.

Beliebteste Medien

Fast alle Befragungsgruppen nannten das Handelsblatt als meistgelesene Tageszeitung. Nur die Versicherungen und Stiftungen bevorzugen die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Bei den Fachzeitschriften werden die differenzierten Informationsbedürfnisse besonders deutlich – bei jeder Befragungsgruppe ergaben sich sehr unterschiedliche Titelrankings und fachspezifische Mediennennungen. Für die Mehrheit der befragten Gruppen ist onvista.de die beliebteste Webseite. 

Demografische Zusammensetzung der Befragungsgruppen

Die meisten Teilnehmer gehörten bei der diesjährigen Befragung der Altersgruppe der 46- bis 60-Jährigen an. Viele davon sind Anlageentscheider oder -berater in leitender Position. So sind bei den Anlageberatern von Privatbanken 60% der Befragten in leitender Position tätig. Auch bei den Versicherungen, VAG-Investoren und Family Offices trifft dies zu. Bei den Stiftungen sind es sogar 70%.

Neue Gruppe: Unabhängige Versicherungsvermittler

In der aktuellen Studie wurde die Befragungsgruppe der Unabhängigen Versicherungsvermittler neu aufgenommen. Dadurch soll die HBS Medien- und Markenstudie ein umfassenderes Abbild der Finanzbranche abgeben und größere Zielgruppentransparenz herstellen.

Die HBS Medien- und Markenstudie
Seit 2002 bietet die HBS Medien- und Markenstudie eine umfassende Informationsquelle zur Mediennutzung und Markenwahrnehmung von Finanzdienstleistern und institutionellen Investoren in Deutschland. Sie erscheint in der vierzehnten Auflage. Für PR- und Marketingverantwortliche der Fonds- und Versicherungsbranche sowie für die Medienwirtschaft ist sie über die Jahre zu einem geschätzten Werkzeug für eine effiziente sowie kosten- und leistungsoptimierende Anzeigen-, PR- und Marketingplanung geworden. Teil eins der Studie gibt Aufschluss über die Top-Rankings der bevorzugten Tages- und Wochenzeitungen unterschiedlicher Berufsgruppen von Finanzakteuren, ebenso über die beliebtesten Zeitschriften, Online-Newsletter, Radio- und TV-Sender, Apps, die Social-Media-Nutzung, das Leseverhalten Print zu Online, bis hin zu den wichtigsten Fachveranstaltungen. Die Werbe- und Markenwahrnehmung von Fonds- und Versicherungsgesellschaften stehen im zweiten Teil der Studie im Fokus. Mit Fragen zu Berufsbezeichnung, Entscheidungskompetenzen, Alter sowie Verbandsmitgliedschaften bildet der dritte Teil ein demografisches Profil der einzelnen Befragungsgruppen ab. 
Elf Berufsgruppen wurden befragt: Finanzdienstleister (Anlageberater in Genossenschaftsbanken und Sparkassen, Anlageberater in Privatbanken, Finanzberater und Versicherungsvermittler) und institutionelle Investoren (Dachfondsmanager, Depot-A-Manager, Family Offices, Versicherungen, VAG-Investoren, Corporates und Stiftungen). 

Die Umfrage wurde mit Unterstützung des unabhängigen Marktforschungsinstituts Foerster & Thelen durchgeführt. Siehe auch unter www.hbsmedienstudie.de.